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Am 7. Juni digital

11. Marktgespräch „Transformation: Sinn vor Gewinn“ – jetzt anmelden

Klimakrise und Corona-Pandemie verlangen Transformationen. Auch Unternehmen müssen umdenken. Wie der Bio-Fachhandel damit umgehen kann, beleuchtet die BioHandel Akademie beim 11. Marktgespräch. Jetzt anmelden und dabei sein!

24.03.2021 vonUlrike Fiedler, Jürgen Michalzik

Die Klimakatastrophe verlangt nach Transformation auf verschiedenen Ebenen.

Klimakrise und Corona-Pandemie verlangen Transformationen. Auch Unternehmen müssen umdenken. Wie der Bio-Fachhandel damit umgehen kann, beleuchtet die BioHandel Akademie beim 11. Marktgespräch. Jetzt anmelden und dabei sein!

Die Corona-Pandemie und die Klimakatastrophe machen deutlich, dass wir gemeinsam eine große individuelle, gesellschaftliche und wirtschaftliche Transformation erbringen müssen. Zwar leistet der Bio-Fachhandel per se und mit unterschiedlichen Aktionen bereits einen transformatorischen Beitrag. Doch er ist gut beraten, nicht nur seine Produkte, sondern auch sein sinnhaftes Handeln für Mensch und Umwelt zu kommunizieren. Das zeigen auch die Ergebnisse der Schrot&Korn-Leserwahl zur Lieblingsanzeige 2020.

Die erstplatzierten Anzeigen von Rapunzel, Wildkaffee und Allos erreichen Verbraucher fast ohne Produktabbildung und geben dem Fachhandel einen Hinweis darauf, was Verbraucher erwarten.

Wer wie Rapunzel, Wildkaffee und Allos „seinen Purpose“ erfolgreich vermittelt, kann den Transformationsprozess aktiv unterstützen.

Die BioHandel Akademie will beim 11. Marktgespräch deshalb den Transformationsbeitrag des Bio-Fachhandels weiterentwickeln und schärfen. Denn dieser ist nicht zuletzt auch im Wettbewerb mit dem konventionellen Lebensmitteleinzelhandel entscheidend.

"Purpose"

Der aus dem Englischen entlehnte Begriff „Purpose“ fällt in der Unternehmenswelt immer öfter. Er bezieht sich auf den Sinn und Zweck eines Unternehmens. Gemeint ist die Motivation, die im Unternehmen verankert ist und dauerhaft gilt.

Unter dem Motto „Transformation – Sinn vor Gewinn“ sollen Teilnehmer Anregungen erhalten, welche Facetten sinnhaften Handelns gut zum eigenen Fachgeschäft oder Herstellungsbetrieb passen könnten.

Einige Beispiele vorab:

  • regionale, genossenschaftliche Verankerung
  • Unterstützung gemeinnütziger, sozialer Initiativen
  • Zero Waste-Kampagne
  • Kampagnen gegen Lebensmittelverschwendung
  • Förderung von zukunftsweisenden Projekten auch über Bio-Lebensmittel hinaus

Erster Blick auf das Programm

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Corona-Pandemie geht die BioHandel Akademie davon aus, dass das 11. Marktgespräch am 7. Juni online stattfinden wird. Das Programm sieht sowohl am Vormittag als auch am Nachmittag jeweils zwei Referate vor. Dazwischen wird es eine Mittagspause geben.

  • Jürg Knoll von Followfood stellt seine programmatische Kampagne „Iss was Du willst – aber nicht Deine Zukunft“ vor. Der Hersteller ist mit auffällig gestalteten Verpackungen, Tracking-Codes und viralen Kampagnen erfolgreich in gesamten Handel – und das ganz ohne großes Marketing-Budget.

Wir wollen zeigen, wie auch der Fachhändler vor Ort vermitteln kann, dass ein Einkauf bei ihm im Laden immer dazu beiträgt, die Welt „ein bisschen zu retten“.

  • Manfred Jotter diskutiert mit den Teilnehmern das Thema „Gemeinwohl-Ökonomieals Wirtschaftsmodell mit Zukunft“ auf Handelsebene und für kleine und mittelständische Unternehmen. Den Geschäftsführer des Internationalen Vereins zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie treibt dabei die Fragen um: Was ist ein gutes Leben? Und wie können sich Wirtschaft und einzelne Organisationen ändern, um ein solches für alle zu ermöglichen?

Erste Fachhandelshersteller wie Lebensbaum haben bereits eine Gemeinwohl-Bilanz für ihr Unternehmen erstellt. Auf der Praxisebene fragen wir, ob und wie Regional- und Genosssenschaftsmodelle, aber auch eine enkeltaugliche Landwirtschaft zukunftsfähige Wirtschafttsmodelle unterstützen können.

  • Von Sebastian Stricker, CEO bei Share, wollen wir mehr über das 1:1-Prinzip hinter den Share-Produkten erfahren. Das Angebot klingt für Verbraucher sicher verführerisch: Einkaufen wie immer und dabei Gutes tun. Denn wer einen Share Nussriegel kauft, finanziert damit eine Mahlzeit für Bedürftige.

Am Beispiel von Share wollen wir „ähnliche“ Modelle für den Fachhandel diskutieren und beispielhafte Konzepte zum Teilen für eine bessere Welt entwickeln. Dabei fragen wir auch, ob und welche Ansätze es bereits gibt, die vielleicht noch nicht richtig kommuniziert worden sind.

  • Ein mit der Goldmedaille ausgezeichneter „Bester Bioladen“ berichtet über seine Maßnahmen für eine herausragende, von den Kunden geschätzte Alleinstellung im Bio-Wettbewerb.

Teilnehmer gestalten mit

Das 11. Marktgespräch zum Thema „Transformation – Sinn vor Gewinn“ soll den Teilnehmern Impulse für die Umsetzung im eigenen Unternehmen geben. Die Organisatoren, Ulrike Fiedler und Jürgen Michalzik, bitten Fachhändler und Hersteller deshalb, die Veranstaltung mit eigenen Vorschlägen, Beispielen und Anregungen zu bereichern. Die Beiträge können per E-Mail an akademie-biohandel(at)bioverlag.de eingereicht werden.

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